Hören lernen, um Sein Land einzunehmen

Dieses Papier wurde auf der VDV (Versammlung der DiözesanvertreterInnen der CE Österreich) im Juli 2012 erstellt. Der Aufruf am Schluss dieses Papiers wurde von rückmeldenden Gebetskreisen und den Diözesanvertretern durchwegs positiv aufgenommen.

„Es ist an der Zeit, den Jordan zu überqueren und das Land einzunehmen.“ (Prophetischer Aufruf an die CE anlässlich des 40-jährigen Jubiläums 2007)

Zum Land gehört die gesamte Schöpfung – das eigene Leben, die Familie ... bis hin zur ganzen Menschheit mit allen gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen, ökologischen und religiösen Strukturen. Es ist einzunehmendes Land, soweit es noch nicht von Gottes Liebe durchformt ist. Und es ist gelobtes Land, soweit es von Gottes Liebe durchdrungen ist.

Es ist der Auftrag der Kirche – zwischen Christi Himmelfahrt und seiner Wiederkunft –, das ganze Land einzunehmen, aber nach Gottes Plan. Das heißt, jeder Schritt hat seinen Ort und seine Zeit. Die Landnahme-Erzählungen aus dem Alten Testament machen das deutlich:

  • Num 13: Gott ruft und das Volk geht nicht ➪ verpasste Chance
  • Num 14: Gott ruft nicht und das Volk geht ➪ Niederlage;
  • Jos 1-6: Gott ruft und das Volk geht ➪ Erfolg, denn Josua gehorcht Gott auf’s Wort

Der prophetische Aufruf, „den Jordan zu überqueren und das Land einzunehmen“, ruft die CE in einen kirchlichen Dienst. Sie ist aufgefordert, bei den Christen die Gaben des Hörens und Gehorchens zu wecken und zu schärfen. Denn nur, wenn wir ganz am „Puls des Heiligen Geistes“ sind, finden wir jene verborgen offenen Türen, durch die wir erfolgreich Christus in heidnisches Land – in uns und bei anderen, in Kirche und in Gesellschaft – tragen können, weil Er schon alles vorbereitet hat. Wie Jesus, der nichts von sich aus tun konnte, als was er den Vater tun sah (Joh 5,19), sind auch wir „dazu geschaffen, in unserem Leben die guten Werke zu tun, die Gott für uns im voraus bereitet hat“ (Eph 2,10).

Damit wir in der CE die Verheißung, Sein Land einzunehmen, einlösen können, müssen wir die Gaben des Hörens und Gehorchens auf Gottes Weisung noch entscheidend vertiefen. Dazu braucht es Lehre, Training und Austausch. Ein Programm dafür wäre auszuarbeiten. Dazu könnte gehören:

  • Verbreitung und Vertiefung der bewährten Praxis eines Hörenden Gebets
  • eine Schule des Hörens zur Einübung eines unablässigen Hörens und Gehorchens auf Gottes Führung
  • Schulung und Training vor allem in den Charismen der Prophetie und der Unterscheidung der Geister.

Auf den Klausurtagen der Tagung des österreichischen Leitungsdienstes der CE-Österreich gemeinsam mit den Diözesanverantwortlichen der CE vom 8.-11. 7. 2012 entstand der Vorschlag, das zum Schwerpunkt für die kommenden Jahre zu machen. An die Diözesanverantwortlichen und die CE-Leitungsteams der Diözesen stellen wir nun die Frage, ob ihr eine solche Schwerpunktsetzung für gut haltet und ob ihr sie auch selber unterstützen wollt.